Donnerstag, 25. Juli 2013

Notizheft selber machen - Tutorial

Ich habe euch ja auch Tutorials versprochen. Hier kommt das erste zum Thema buchbinden...
 
Heute möchte ich euch zeigen, wie ihr zu hause ein tolles Notizheft selber herstellen könnt.

 
Ihr braucht dazu:
- 5-10 Blatt A4 Papier ca. 100-150 g/m2
- Umschlag farbig ca. 200-300 g/m2
- farbiges Garn
- Nadel
- Schere, Cutter & eine Schneidmatte
- Falzbein & Aale (wenn vorhanden)
- Etikettenpapier für den Drucker
 
 
1. Ihr könnt euch mit dem Computer linierte Seiten ausdrucken (beidseitig bedruckt) oder könnt aber auch einfach weiße Blätter nehmen. Diese werden einmal gefaltet.
2. Ich habe hier 5 Blätter gefaltet.
3. Diese werden dann alle in einander gesteckt und auf die Seite gelegt.
4. Dann nehmen wir den Umschlagkarton, schneiden ihn auf 30 x 21 cm zu und markieren und die Hälfte von den 30 cm, also bei 15 cm. Dann legen wir den Umschlagkarton auf einen weichen Graukarton (den hat es z.Bsp. auf Rückseiten von Abreissblöcken...) und legen und einen Lineal auf die markierten 15 cm und machen mit etwas Kraft und dem Falzbein eine Rille. Mit Hilfe dieser Rille lässt sich der Umschlag viel besser Falten.
 
 
5. & 6.  Wenn der Umschlag gefaltet ist können wir die gefalteten Seiten in den Umschlag stecken.
7. Nun machen wir uns eine Schablone, damit wir die Löcher in einem gleichmässigen Abstand stechen können. Hier nehmt ihr einfach einen Papierstreifen der 21 cm hoch ist (oder so hoch wie ihr euer Heft macht) und messt oben und unten 1.5 cm hinein. Dann nehmt ihr nochmals einen Papierstreifen (Länge ist hier egal), meiner ist im Foto gelb, und nehmt den Abstand zwischen den nun eingezeichneten zwei Markierungen ab. Jetzt könnt ihr den gelben Streifen halbieren und dann noch vierteilen. So bekommt ihr eine schöne gleichmässige Einteilung. Diese werden natürlich jetzt noch auf die Schablone übertragen. (Für den Fall, das euch dies zu kompliziert erscheint könnt ihr es ja auch mit dem Taschenrechner ausrechnen) Wichtig ist einfach, ihr braucht immer eine ungerade Anzahl Löcher, aber es spielt keine Rolle ob es 3, 5 oder 7 sind...
8. Jetzt nehmt ihr ein Telefonbuch und schlagt es in der Mitte auf. Öffnet das Notizheft in der Mitte und legt eure Vorstechschablone oben und unten bündig hinein. Mit einer Aale oder einer Nadel könnt ihr nun die Löcher vorstechen.
 
 
9. So sieht es mit den vorgestochenen Löchern aus.
10. Messt das Garn ab, 3 x die Länge von den äußersten Löchern gemessen (hier ca. 54 cm) und fädelt es in eure Nadel ein.
10. Wir beginnen innen mit dem heften (nähen) und lassen ca. 10 cm vom Garnende stehen.
11. Nun stechen wir von der Mitte aus in das nächste linke Loch...
12. und innen wieder in das nächste linke... Garn mal straff ziehen. Weiternähen wie auf dem Schema unten.
 
 
 
 
 
13. Wenn ihr fertig geheftet habt, schaut das Anfangs- und Endgarn aus den selben Loch heraus. Nun macht ihr, dass sich der Mittelfaden zwischen den beiden Fäden befindet und dann knotet ihr zwei ganz normale Knoten über den Mittelfaden.
14. Schneidet die beiden Garnenden nun auf ca 1 cm ab. Nicht zu kurz, sonst geht euch der Knopf wieder auf.
15. Ansicht der Außenseite wenn es fertig geheftet ist.
16. Damit vorne auch alle Blätter bündig sind, werden sie mit einem stabilen Lineal und dem Cutter ca 2 mm zurückgeschnitten. Nicht mit viel Druck arbeiten, sondern immer wieder schneiden, bis ihr durch seid. Versucht den Cutter im 90° Winkel zu halten, damit ihr einen geraden Schnitt erhaltet.
Noch ein kleiner Tipp: Legt wie auf dem Foto ein Gewicht auf, damit alle Blätter schön nach vorne kommen zum schneiden.
 

 
17. Nun brauchen wir das Etikettenpapier und drucken uns so schöne Aufkleber aus. Zu finden sind diese hier und hier. Ich habe sie auf Etikettenpapier gedruckt, welches keine vorgestanzten Kleber hatte und habe sie mit dem Cutter und der Schere selber ausgeschnitten.
18. Auswählen, platzieren und aufkleben.
19. Das geöffnete Notizheft...
20. Und fertig ist es, bereit zum verschenken oder selberbehalten.
 
 
Nun, ich hoffe es hat euch gefallen.
 
Bis zum nächsten mal
Iva

Montag, 22. Juli 2013

2 Farben...

...das ist eine der Aufgaben, die wir uns in der Quiltgruppe gestellt haben. Klingt einfach, aber... das Entscheiden, was genau ich machen möchte... tja! Welche 2 Farben? Traditionell oder modern? Welches Muster? Gross oder klein? Gar nicht so einfach!

Da ich mich noch für einen Stofffärbekurs im Juni angemeldet hatte, beschloss ich einfach mal abzuwarten und zu sehen, ob sich aus den gefärbten Stoffen was machen lässt.

Wir haben ungefähr 14 Laufmeter Stoff gefärbt und unter anderem auch wunderschöne Farbverläufe. Der Farbverlauf mit dem Zitronengelb hat es mir dann angetan.
8 Fatquater von blass bis kräftig. Die sollen es sein. Das Chervron-Muster habe ich auf verschiedenen Internetseiten immer wieder angetroffen und dadurch war es dann auch schnell entschieden.
Ich mache gerne Quilts, die man als Bettdecken oder Bettüberwürfe benutzen kann und daher ist meine bevorzugte Grösse von 1.35-1.50 x 1.80-2.00 m.

Kombiniert habe ich das Gelb mit Weiss, da es mir im Moment die modernen Quilts sehr angetan haben und ich auch mal einen machen möchte.

Also Schneidmatte und Rollschneider gepackt und eine Menge Dreiecke geschnitten und zusammengenäht. Da ich bis vor kurzem noch keine Designwand hatte, das Top (Vorderseite) kurzerhand auf einen schon an der Wand hängenden Quilt gesteckt und mal begutachtet...
Leider kann man wegen der Lampe, welche gleich oberhalb des Tisches hängt, den Farbverlauf nicht so toll sehen, aber doch so in etwa.

Dann wird die Rückseite, das Volumenvlies und das Top mit Sicherheitsnadeln miteinander verbunden, damit beim quilten nichts verrutschen kann.

Hier habe ich auch schon die ersten Linien gequiltet. Die Sicherheitsnadeln habe ich bewusst nur in der gelben Fläche verteilt, da ich zuerst die weissen Flächen quilten wollte und danach das Ganze genug fixiert war, damit ich die Sicherheitsnadeln auch schon wieder entfernen konnte um weiter zu quilten.

Ich habe meine grosse Lady zum quilten in die Buchbinderei hinuntergezügelt. Mein grosser Tisch in der Mitte der Buchbinderei ist so gebaut, dass ich meine Maschine im Tisch versenken kann. Der Plexiglasanschiebetisch meiner Bernina stimmt so mit dem Tischblatt überein! Sperzialanfertigung von meinem Mann! Was bin ich doch mit einem so talentierten Mann gesegnet!

Und zum Schluss noch ein Detailbild von meinem Quiltmuster. Nach den geraden Linien, welche ich mit dem Obertransportfuss genäht hatte, wird der Rest "freihand" gequiltet. Heute habe ich alle "Wellen" gequiltet und morgen kommen die "Bubbles" dran...

Bis bald
Iva




Samstag, 20. Juli 2013

Die Buchbinderei von innen...

Seit Mitte März habe ich dank meinem Mann einen wunderschönen Raum. Kommt mit und schaut euch um...

Zentral steht der grosse Arbeitstisch. Zum arbeiten, als Ablagefläche und natürlich als Kurstisch.
An der Fensterfront steht der lange  Arbeitstisch und davor meine tolle Pappschere, mit der man Papier und Karton schneiden kann. Wie die Tischmodele, die ihr sicher kennt, nur einwenig schwerer und grösser ;-)
Meine zwei "old Ladies": vorne die Fadenheftmaschine und hinten meine Papierschneidemaschine. Ganz hinten noch mein Karton- und Rollenlager.
Auch die Büroecke darf nicht fehlen und ein weiteres Papierlager...

Das ist es mal für den Anfang, weiteres wird noch folgen!


 
Liebe Grüsse
Iva

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